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Cynteract-Reha-Handschuh-mit-VR-Technologie

Medizinscher Fortschritt, der Menschen hilft

Nicht nur Innovationen in der Gesundheitstechnik, sondern auch Entwicklungen in der Forschung, helfen dabei, die Ungleichheit durch ein angeborenes oder erworbenes Handicap auszugleichen. Einige sehr interessante Projekte stellen wir Ihnen hier kurz vor.

Reha der Hand neu denken - mit dem Handschuh von Cynteract

Handverletzungen sind sehr häufig, mehr als 350.000-fach jährlich allein in Deutschland. Egal ob durch die Arbeit, wie ein Karpaltunnelsyndrom, einen Unfall im Privaten, durch Böller zu Silvester, oder ein Schlaganfall, die Einschränkung sind oft einschneidend. Der Reha-Prozess ist langwierig, oft langweilig und eine langsam.
Jetzt kommt die Erfindung zweier deutscher VR-Experten ins Spiel. Die beiden Erfinder entwickelten an der Uni Aachen einen Handschuh, der durch Sensorik die Fingerbewegung präzise misst und Anwendern ein haptisches Feedback sendet. Der Handschuh schillert vielleicht nicht, wird aber den Heilungsprozess spielend unterstützen, macht ihn messbar und die Therapie kann optimiert werden. Messung und Auswertung erfolgt über das Internet.

Der VR-Handschuh wird bald medizinisches Hilfsmittel

Das medizinische Hilfsmittel des Start-Ups Cynteract ist seit 2021 offiziell in Serienproduktion gegangen. Eine Listung im Hilfsmittelkatalog der deutschen Krankenkassen steht aber noch aus. Dennoch, einige Kassen meldeten bereits Interesse an und die Firma konnte starke Partner für sich gewinnen. Sobald eine Zertifizierung als digitales Hilfsmittel erfolgt ist, kann der Reha-Handschuh auf Rezept bestellt werden.
Die Gamification ist schon länger ein Thema in der Reha-Industrie. Spezielle Trainingsprogramme an Therapiefahrrädern zum Beispiel. Erfahren Sie mehr zu innovativen Reha-Produkten und wie wir Sie als Sanitätshaus unterstützen können.

Fettzellen gegen Querschnittslähmung

Neue Erkenntnisse in der Biotec-Forschung lassen Menschen mit Querschnittslähmung hoffen. Forscher an der Universität Tel Aviv haben in einem 3-D Modell menschliches Gewebe aus dem Rückgrat gewonnen und die Beweglichkeit von gelähmten Labormäusen wieder hergestellt. Die Forscher hoffen in den nächsten fünf Jahren auf eine Zulassung zum Versuch an menschlichen Probanden.

Bauchfett wird aufbereitet

In einem ersten Schritt werden Fettzellen am Bauch entnommen, die dann neu programmiert werden. Die Forscher des Sagol Center für regenerative Biotechnologie haben die Zellen erst getrennt und dann neu zusammengesetzt, um eine Art embryonale Stammzellen nachzubilden. Diese bedienen sich des Kollagens und des Zuckers im Gewebe, und formen daraus ein Hydro-Gel. Verkapseln die Stammzellen in diesem Hydro-Gel, entstehen Motor-Neuronen.
Diese neu gebildeten Zellen wurden nun in zwei Gruppen von Versuchsmäusen implantiert – eine mit kurzfristiger und eine mit langfristiger Lähmung. Am Ende der Versuchsreihe hatten alle Nager mit kurzzeitiger und 80% derer mit langfristiger Paralyse die Fähigkeit zu Gehen wiedererlangt. Ein heller Hoffnungsschimmer in der Therapie von Querschnittslähmung.

Mit regenerativen Therapien Querschnittslähmung vorbeugen

Es gibt bereits weitere Ansätze der regenerativen Therapie. Ein Forscher-Team der Northwestern Universität hat eine Injektions-Therapie entwickelt, die „tanzende Moleküle“ enthält. Diese Moleküle haben die Lähmung von Labormäusen umgekehrt. Diese bahnbrechende Therapie könnte Lähmungen nach heftigen Traumata oder Krankheit heilen.

Implantat am Rückgrat zeigt sich vielversprechend

Eine weitere Veröffentlichung beschreibt, dass ein elektronisches Implantat einem zuvor querschnittgelähmten Mann wieder gehen ließ. Er hatte durch einen Unfall massive Schäden am Rückgrat erlitten. Das eingesetzte Implantat sendet elektronische Impulse an die Beine, die auf diese Signale ansprangen.
Diese Technologie in Verbindung mit einer Stammzellen-Therapie kann die Leben vieler Menschen mit Handicap verbessern, meinen die Forscher. Der Prozess führt zu einer echten Nervenregenration bei Patienten. Das Implantat befindet sich bereits erfolgreich in der Testphase an menschlichen Probanden und soll bis 2030 Patienten weltweit marktreif zur Verfügung stehen.

Klassische medizinische Hilfsmittel – der Rollstuhl immer noch Nr. 1

Im Jahr 2021 waren ca. 140.00 Menschen von Querschnittlähmung betroffen. Um die Zeit bis zur Zulassung neuer, innovativer Hilfsmittel und Therapien, so angenehm und modern wie möglich zu gestalten, sind wir eine strategische Partnerschaft mit Quantum Rehab eingegangen. Der US-amerikanische Hersteller zeichnet sich durch hochmoderne Rollstühle und Mobilitätslösungen aus. Wir werden unser Angebot mit diesem Premium Hersteller steig ausbauen. Seien Sie gespannt.
Auch unsere Kooperation mit Alber ist sehr fruchtbar für unsere Kunden. Mit tollen Produkten, die leicht im Gewicht, leicht in der Installation und leicht in der Bedienung sind, haben wir für Sie ein runden Angebot geschaffen.

Bleiben Sie gesund,
Ihre Gesundheitstechnik Sonntag
Autor: Robert Reißner
Robert Reißner ist Marketing Manager. Er hält die Verantwortung für redaktionelle Beiträge, steuert die Public Relations und kümmert sich um Kommunikation nach innen und außen.